Wo wurde dieses Foto aufgenommen?
Jemand schickt Ihnen ein Foto und Sie möchten wissen, woher es stammt. Bevor Sie den Hintergrund studieren, gibt es einen schnelleren Weg: lesen, was das Foto über sich selbst notiert hat.
Ziehen Sie eine Datei hinein, und alles, was darin vermerkt ist, liegt offen vor Ihnen. Fotos zeigen Aufnahmeeinstellungen und den Ort der Aufnahme. Dokumente zeigen, wer sie geschrieben hat und wie sie bearbeitet wurden. Die Datei sagt selbst, was sie ist, ein Format müssen Sie nicht wählen.
Ohne Upload
Datei, die geprüft werden soll
Fotos: JPG, PNG, WebP. Dokumente: PDF, DOCX, XLSX, PPTX, HWPX. Die Datei wird nur in diesem Browser geöffnet.
Fotos: JPG, PNG, WebP. Dokumente: PDF, DOCX, XLSX, PPTX, HWPX. Das Format wird aus dem Dateikopf gelesen, nicht aus dem Namen.
Die Angaben sind nach Kamera, Aufnahmeeinstellungen, Ort und Urheberschaft gruppiert. Liegen Koordinaten vor, wird daneben eine Karte gezeichnet.
Die Schaltfläche unten führt zum Werkzeug für das Entfernen von Metadaten. Ihr Original bleibt unverändert, Sie laden eine bereinigte Kopie herunter.
Kameras und Telefone schreiben neben die Bildpunkte einen ganzen Block an Notizen. Dieser Block, EXIF genannt, hält fest, wann die Aufnahme entstand, welches Gerät sie gemacht hat und welche Blende und Belichtungszeit eingestellt waren. Je nach Einstellung kommen die Koordinaten des Ortes und die Seriennummer des Gehäuses hinzu.
Das Unangenehme daran: Diese Notizen überstehen Kopieren und Weitergeben meistens unbeschadet. Auf dem Bildschirm sind sie unsichtbar, in der Datei stehen sie weiterhin. Um zu wissen, was die empfangende Person sehen kann, müssen Sie es zuerst selbst sehen können.
| Angabe | Was sie anderen verrät |
|---|---|
| Aufnahmezeit | Datum und Uhrzeit der Aufnahme nach der Uhr des Geräts. Die Zeitzone wird nicht gespeichert |
| Hersteller und Modell | Welches Telefon oder welche Kamera das Bild gemacht hat |
| Seriennummer des Gehäuses | Erlaubt es, alle Aufnahmen desselben Geräts zusammenzuführen |
| Ort | Breiten- und Längengrad. Wohn- und Arbeitsadresse landen genau hier |
| Verwendete Software | Durch welches Bearbeitungsprogramm die Datei gelaufen ist |
| Verstecktes Vorschaubild | Die von der Kamera eingebettete Vorschau |
Sind Koordinaten vorhanden, wird die Stelle auf der Karte markiert. Nackte Zahlen sagen auf den ersten Blick nichts, eine Karte beantwortet die Frage sofort: Ist das meine Haustür, mein Büro, die Schule meines Kindes?
Telefone schreiben Koordinaten standardmäßig mit, sobald die Ortungsfreigabe aktiv ist. Manche Messenger entfernen sie, viele andere reichen sie unverändert weiter. So gelangt eine Wohnadresse aus dem Foto einer Kleinanzeige oder aus einem Blogbeitrag nach draußen.
Das Zeichnen der Karte schickt diese Koordinaten tatsächlich an den Kartendienst. Die Datei selbst verlässt Ihren Browser nie, die Kartenkacheln müssen aber von einem Kartenserver kommen. Wer die Koordinaten niemandem mitteilen möchte, liest nur die Zahlen.
Kameras betten eine kleine Vorschau ein, damit sich Fotos in der Galerie schnell durchblättern lassen. Sie schneiden das Bild zu oder übermalen ein Gesicht, und manche Programme erzeugen diese Vorschau nie neu. Die alte Fassung bleibt in der Datei.
Gesichter, die man für abgedeckt hielt, und Ecken, die man für abgeschnitten hielt, sind genau aus solchen Vorschaubildern wieder aufgetaucht. Deshalb wird ein vorhandenes Vorschaubild herausgezogen und neben das Foto gestellt. Sehen geht schneller als erklären.
Word, Excel und PowerPoint schreiben einen Autornamen in die Datei. Wer sie angelegt hat, wer zuletzt gespeichert hat, der Firmenname, wie oft gespeichert wurde und wie lange das Dokument insgesamt offen war, all das steht darin.
So trägt ein Angebot, das aus dem einer anderen Firma recycelt wurde, weiterhin deren Namen, und ein auf den letzten Drücker abgegebener Bericht weist drei Minuten Gesamtbearbeitungszeit aus. Beim PDF ist es nicht anders: Das Feld des erzeugenden Programms verrät, womit die Datei gebaut wurde und woraus.
HWPX, das koreanische Textformat, ist XML in einem Zip-Archiv und wird genauso gelesen. Dateien im .hwp-Format von vor 2007 haben einen anderen Aufbau und lassen sich noch nicht lesen.
Nein. Das Öffnen der Datei, das Herausziehen der Werte und die Darstellung auf dem Bildschirm geschehen vollständig in diesem Browser. Die einzige Ausnahme ist die Karte: Beim Zeichnen gehen die Koordinaten an den Kartendienst. Die Datei bleibt in jedem Fall auf Ihrem Gerät.
JPG, PNG und WebP für Fotos. PDF, DOCX, XLSX, PPTX und HWPX für Dokumente. Das Format wird am Dateikopf erkannt, nicht an der Endung, eine falsch benannte Datei wird also trotzdem korrekt gelesen.
Entweder wurden die Metadaten bereits entfernt, oder das erzeugende Programm schreibt keine. Fotos, die durch einen Messenger oder ein soziales Netzwerk gelaufen sind, verlieren sie meist unterwegs. Aufnahmen direkt aus der Kamera behalten sie fast immer.
Das Foto enthält keine Koordinaten. Die Ortungsfreigabe war aus, die Kamera-App war so eingestellt, dass sie nichts aufzeichnet, oder etwas hat sie unterwegs entfernt. Ohne Koordinaten keine Karte.
EXIF-Aufnahmezeiten tragen keine Zeitzone. Der Wert ist genau das, was die Uhr des Geräts anzeigte. Statt eine Zone zu raten und die Uhrzeit um Stunden zu verschieben, wird der gespeicherte Wert unverändert angezeigt. Deshalb liest sich ein Urlaubsfoto in Ortszeit.
.hwp von vor 2007 ist ein zusammengesetztes Binärformat und kein XML, seine Dokumentangaben sind noch nicht lesbar. Wandeln Sie die Datei in HWPX um, dann erscheinen Autor und Daten.
Die Schaltfläche unten führt zum Werkzeug für das Entfernen von Metadaten. Es hebt die Einträge heraus, ohne einen einzigen Bildpunkt anzutasten, die Qualität bleibt also gleich. Ihr Original bleibt erhalten, daneben entsteht eine bereinigte Kopie.